Der Autor

Richard Deis ist ein Pseudonym. Unter dem Namen erscheinen Tatsachenromane, die auf wahren Kriminalfällen beruhen, frei nach dem Motto des Altmeisters Truman Capote: Eine Erzählung, die auf Fakten beruht, vermag genauso spannend zu sein wie ein raffinierter Thriller. Den Auftakt macht der True-Crime-Thriller „Todesmeile“. Das Buch rekonstruiert detailliert eine Mordserie, die zwanzig Jahre lang den amerikanischen Westen erschütterte. Der Green River Killer tötete mehr Menschen als jeder andere Serienkiller der USA. Hierzulande ist der Fall weitestgehend unbekannt. Zu Unrecht. Denn die Geschichte hat es wirklich in sich.

 Zum Namen Richard Deis

PortraitHat es mit dem Pseudonym irgendeine besondere Bewandtnis? Hat es eine tiefere Bedeutung? Nein. Richard Deis hieß einer meiner Vorfahren, der Anfang des 17. Jahrhunderts an der Mosel lebte. Der Alias hat den unschätzbaren Vorzug, nicht so häufig falsch geschrieben zu werden wie mein eigentlicher Name. Wer als Günther Günter Becker Bäcker durchs Leben spaziert, weiß ein Liedchen davon zu singen, glauben Sie es mir.

Außerdem publiziere ich unter meinem echten Namen Texte, die nichts mit dem Genre True Crime zu tun haben. Ich arbeite seit über zwanzig Jahren für das deutsche Fernsehen, seit 1996 als Autor und Produzent von Dokumentarfilmen. Eine Auswahl meiner Filme finden Sie in meiner Filmografie. Das Pseudonym dient also dazu, diese unterschiedlichen Tätigkeiten klar voneinander abzugrenzen.

11 Responses to Der Autor

  1. Heidrun Barth

    Hallo Herr Deis,
    ich wünsche Ihnen ein wunderschönes und entspanntes Weihnachtsfest
    und ein gesundes und erfolgreiches 2015. Viel Kraft für Ihre weiteren Projekte und gutes Gelingen.
    Liebe Grüße
    Heidrun Barth

    • Richard Deis Post author

      Das ist aber nett, haben Sie vielen lieben Dank, Frau Barth!

      Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich gleichfalls ein geruhsames und erholsames Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Hoffentlich haben Sie sich mit genügend spannender Lektüre für die Feiertage und langen Wochenenden eingedeckt, der Kalender meint es dieses Jahr ja gut mit uns.

      Herzliche Grüße

      Richard Deis

  2. Tracy Ullman

    Dear Richard Deis,
    I enjoyed reading your True Crime story. I would be happy to email you the official, FOIA’d results of the scan from March of 2013. You’ll find it interesting that a sum total of 5 minutes was taken on the frozen lawn for dog sniffing, 20 minutes for GPR scans. Very curious indeed.

    • Richard Deis Post author

      Dear Tracy,

      thank a lot for your kind words. That you’ve read the whole Gacy story on my website means that you either speak German or own a good translation programm.

      Either way: That’s impressive. I wouldn’t have thought that someone in the United States would read my stories about an American serial killer. As a German idiom says: Sounds like taking owls to the Greeks. I aprreciate that.

      And, yes, it would be very kind if you could send me a copy of the scan. As far as I understand it, the Gacy murders are still a case with some open ties. Please e-mail it to the following address: info@richarddeis.de

      Thank you very much again, Tracy

      Richard Deis

      P.S.: I’ve just seen that my WordPress template doesn’t show the homepage url’s of the people who comment. Tracy have sent me a link to a site which deals with the most recent developments in the John Wayne Gacy case. The address is as follows: http://johnwaynegacynews.com/
      And by the way, we are colleagues, Tracy. Good luck for your documentary on Gacy!

  3. Jamy Casper

    Hallo Herr Deis,

    ich bin bei der Recherche nach mehr Infos über den Elizabeth Short Fall auf Ihre Seite gestoßen und war sehr positiv überrascht, dass es hier zu diesem Fall so viele Details und Infos gab, die ich nirgends anders gefunden habe. Außerdem war alles sehr gut und interessant geschrieben. Ich freue mich noch mehr Fälle auf dieser Seite zu lesen, da mich diese Themen sehr interessieren und ich mich seit Jahren mit Mordfällen und Mörder beschäftige.

    Vielen Dank und beste Grüße

    • Richard Deis Post author

      Hallo,

      vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Ihre lobenden Worte! Ich werde die Seite mit Sicherheit noch weiter ausbauen. Im Moment nimmt mich zwar die Arbeit so in Beschlag, dass ich kaum dazu komme, neue Geschichten aufzuschreiben. Aber das wird schon wieder.

      Herzliche Grüße
      Richard Deis

    • Richard Deis Post author

      Hallo Herr Knoll,

      Bücher, Zeitungen, TV-Dokumentationen und Onlinequellen. Zu Recherchen in Archiven oder Gesprächen mit Zeitzeugen (sofern noch welche leben) fehlt mir schlichtweg die Zeit momentan. Und der finanzielle Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Ertrag. Mit den Texten auf meinen Seiten verdiene ich ja kein Geld. Und selbst die Erträge aus einem Buch wie die „Todesmeile“ geben solche aufwendigen Recherchen nicht einmal ansatzweise her, um es vornehm auszudrücken. Deswegen berichte ich ausschließlich über Fälle, die möglichst gut dokumentiert sind. Ich schildere am besten an ein paar konkreten Beispielen, wie ich vorgehe.

      Fritz Honka: Ich habe den Artikel vor Erscheinen von Heinz Strunks Buch geschrieben. Ein Sachbuch gibt es zu dem Thema nicht. Ich habe mich zwar dunkel erinnert, mal bei Stephan Harbort über den Fall gelesen zu haben, aber die Stelle seinerzeit nicht wiedergefunden. Also habe ich mir zeitgenössische Presseartikel (Hamburger Abendblatt, Die Zeit, Der Spiegel) zu Ermittlungen und Gerichtsverhandlungen sowie spätere Rückblicke besorgt. Außerdem fand ich zwei TV-Dokumentationen über Honka. Aus diesen Quellen habe ich dann die Informationen zu meiner Erzählung entnommen.

      Mit vielen bekannteren Fällen wie z.B. Ted Bundy, David Berkowitz, Elizabeth Short (Black Dahlia), Zodiac Killer oder O.J. Simpson beschäftige ich mich schon seit rund 20 Jahren. Da habe ich etliche Bücher im Regal stehen. Aber dazu gibt es obendrein jede Menge exzellente Onlinequellen im englischsprachigen Internet. Über den Zodiac Killer finden Sie etwa eine Seite mit angeschlossenem Forum, in dem über jedes erdenkliche Detail dieses Falls rauf- und runterdiskutiert wird. Zudem haben die Stammmitglieder viele Originaldokumente (z.B. Polizeiprotokolle) zusammengetragen. Im O.J. Simpson-Fall gibt es noch die kompletten Transkripte der Gerichtsverhandlung im Internet nachzulesen, teilweise auch die Fernsehaufnahmen von Court TV/CNN.

      Anderes Beispiel: Für die Geschichte über den spurlos verschwundenen Flugzeugentführer „D.B. Cooper“ habe ich den englischen Wikipedia-Eintrag als Grundlage genommen. Dieser ist sehr ausführlich, voller Informationen und mit zig Quellennachweisen gespickt. Ich schaue mir dann an, wie ich den Fall erzählen will, ordne die relevanten Informationen neu und habe ein gut funktionierendes Gerüst. Anschließend mache ich mich auf die Suche nach weiteren Quellen im Internet. Was ich interessant finde, füge ich hinzu bzw. gleiche bei Widersprüchen ab. So kann ich halbwegs effizient arbeiten.

      Bei einem Buch wie der „Todesmeile“ ist die Vorgehensweise natürlich weitaus umfangreicher. Über den „Green River Killer“ habe ich erstmals Ende der 1990er Jahre gelesen, als der Täter noch unbekannt war. Damals gab es nur ein Buch zu dem Fall, das wegen seines hohen Informationsgehalts aber später noch sehr wichtig für mich wurde. Es stammte aus der Feder zweier Journalisten, welche jahrelang für eine der beiden führenden Zeitungen aus Seattle über die Ermittlungen berichtet hatten.

      Als dann 2001 ein Tatverdächtiger verhaftet wurde, habe ich die gesamte Berichterstattung in den amerikanischen Zeitungen und Fernsehsendern verfolgt und gesammelt. Mir war zu dem Zeitpunkt schon klar, dass mich mit der Geschichte gerne in irgendeiner Form auseinandersetzen würde. Danach erschienen noch etliche Sachbücher von Beteiligten sowie TV-Dokumentationen. Außerdem war zu diesem Zeitpunkt auch das 1980er-Archiv von Seattle Times und/oder Seattle Post-Intelligencer im Internet abrufbar. Ich hatte so Zugriff auf die originale Berichterstattung in der Presse. Schließlich veröffentlichte die zuständige Bezirksstaatsanwaltschaft nach Abschluss des Verfahrens viele Unterlagen zum Fall, u.a. die Verhöre mit dem geständigen Täter Gary Ridgway.

      Ich hoffe, Sie haben jetzt eine ungefähre Vorstellung bekommen, wie ich vorgehe.

      Herzliche Grüße
      Richard Deis

  4. Dietmar Knoll

    Hallo Herr Deis,
    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Hervorragende Arbeit! Ihr Buch werde ich mir besorgen.

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